PRESSEMITTEILUNG vom 11. Juli 2017

Freiberg hat beste Chancen auf Kita-Förderung vom Bund

Auch andere Kita-Träger in Mittelsachsen sollten sich bewerben

Mit dem Bundesprogramm „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“ möchte das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend seit April 2017 den Zugang zur Kindertagesbetreuung für benachteiligte Familien erweitern. Förderfähig sind zum Beispiel Fortbildungen für Erzieherinnen und Erzieher, die Beschäftigung von Fachpersonal für Hausbesuche oder auch mobile Kindertagesstätten und offene Spielkreise. Standorte können bis zu 150.000 € pro Jahr erhalten. Die Stadt Freiberg hat eine Interessenbekundung eingereicht und wurde nun zur Antragsstellung aufgefordert. 

Dazu erklärt die mittelsächsische SPD-Abgeordnete und stellvertretende Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Bildung, Forschung und Technikfolgenabschätzung, Dr. Simone Raatz:

„Frühkindliche Bildung legt den Grundstein für eine gute Entwicklung und ein erfolgreiches Leben. Gerade Familien, die nicht viel Geld zur Verfügung haben, sollten daher die verschiedenen Angebote zur Kinderförderung mehr nutzen. Ich freue mich sehr, dass die Stadt Freiberg sich an dem Programm des Familienministeriums beteiligen möchte. Die anderen Träger in Mittelsachsen können dies auch gerne tun und sich um eine Förderung bewerben. Denn aufgrund der guten Finanzausstattung des Programms ist eine positive Entscheidung wahrscheinlich.“

Hintergrund:

Insbesondere Familien, die von Armut betroffen sind oder einen Flucht- oder Migrationshintergrund haben, nutzen seltener Kindertageseinrichtung oder Kindertagespflegestelle als der Durchschnitt. Eine Lösung können niedrigschwellige frühpädagogische Angebote sein, die den Einstieg in das Regelsystem vorbereiten. Die Bewerbung kann durch die örtlichen Träger der öffentlichen Jugendhilfe erfolgen und ist durchgehend möglich. Die Zuwendungsempfänger müssen sich mit 10 % der Gesamtausgaben beteiligen. Im Rahmen des Bundesprogrammes „Kita-Einstieg: Brücken bauen in frühe Bildung“ sollen bis zu 300 Einrichtungen gefördert werden. Die Förderung hat drei Schwerpunkte:

  1. Angebote, die den Zugang zu Kindertageseinrichtungen und zur Kindertagespflege durch Aufklärung und Information über das System der Kindertagesbetreuung erleichtern, z.B. Bildungsberatung in unterschiedlichen Sprachen oder Beratungen im Rahmen von Hausbesuchen.
  2. Frühpädagogische Angebote wie etwa Eltern-Kind-Gruppen, offene Spielkreise oder mobile Kindertagesstätten, die additiv zum bestehenden Bildungs-, Erziehungs- und Betreuungsangebot angeboten werden, um den Weg in das Regelangebot der Kindertagesbetreuung vorzubereiten.
  3. Qualifizierungsmaßnahmen für pädagogische Fachkräfte sowie weitere Personen beispielsweise zu den Themen interkulturelles Lernen oder Arbeit mit Angehörigen schwer erreichbarer Gesellschaftsgruppen.

Weitere Informationen zum Programm: www.kita-einstieg.fruehe-chancen.de

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