PM vom 30. Juni 2017
Endlich: Bundestag stimmt für die Öffnung der Ehe für gleichgeschlechtliche Paare

Mit einer historischen Entscheidung wurde heute vom Bundestag die Ehe für alle verabschiedet. Damit schließt Deutschland sich fast allen anderen westlichen Staaten an, in denen homosexuelle Paare bereits das Recht auf eine zivile Eheschließung haben. Dazu die mittelsächsische SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Simone Raatz:

„Ich freue mich sehr, dass wir die ‚Ehe für alle‘ heute beschlossen haben. Dieser Entscheidung gingen viele Jahre voran, in denen sich die SPD für die volle Gleichberechtigung, ein modernes Familienbild und gegen Diskriminierung eingesetzt hat. Daher ist diese Abstimmung weder ‚überstürzt‘ noch ‚reiner Wahlkampf‘.“

„Mit der Öffnung der Ehe für homosexuelle Paare ist es nun möglich, dass zwei Menschen die sich lieben, heiraten können. Hierdurch übernehmen beide Partner ihr Leben lang Verantwortung füreinander: Das kann der Staat nur begrüßen. Dadurch wird niemandem etwas weggenommen, sondern die Diskriminierung bestimmter Gruppen beendet. Das entspricht unserem Grundgesetz, das die Gleichheit und damit auch die gleichen Rechte aller festschreibt.“

„Außerdem ist für mich auch wichtig, dass mit der Eheöffnung das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare vollends hergestellt wird. So können gleichgeschlechtliche Paare mit Kinderwunsch nun unter gleichen Voraussetzungen adoptieren wie heterosexuelle Paare – und mehr Kinder erhalten die Möglichkeit, statt in einem Heim in einem familiären Umfeld aufzuwachsen.“

„In den letzten vier Jahren hat sich die SPD-Bundestagsfraktion beständig für Gleichstellung und Gerechtigkeit und gegen die Diskriminierung einzelner Gruppen eingesetzt. Trotz der Vorbehalte des Koalitionspartners haben wir zum Beispiel dafür gesorgt, dass die Rehabilitierung und Entschädigung für die nach § 175 StGB verurteilten Homosexuellen im Deutschen Bundestag durchgesetzt werden konnten. Umso mehr freue ich mich, dass wir am letzten Tag dieser Legislaturperiode die Ehe für alle beschließen und damit die rechtliche Diskriminierung Homosexueller beenden konnten. Es war höchste Zeit!“

© 2013-2017 | Simone Raatz