28. Juli 2016

Hochschul-Tour durch Leipzig, Zwickau, Chemnitz und Plauen

Auch in diesem Jahr habe ich wieder die parlamentarische Sommerpause dafür genutzt, um sächsische Hochschuleinrichtungen zu besuchen. Auf dem Programm standen spannende Gespräche in Leipzig, Zwickau, Chemnitz und Plauen. Vor allem die Fortsetzung der Exzellenzinitiative und die damit verbundene Rolle des sächsischen Wissenschaftsstandorts war ein großes Thema. Aber auch eine verbesserte Zusammenarbeit mit den kleinen und mittelständischen Unternehmen in unserer Region treibt die Hochschulen um. Auch wenn wir hier bereits stark aufgestellt sind, braucht es im Bereich Forschung und Entwicklung einen besseren Austausch, der auf Augenhöhe stattfindet. Die Universität Leipzig informiert beispielsweise im Rahmen von einem "Tag der offenen Tür für KMU´s" über anwendungsorientierte Programme und stärkt damit gemeinsame Kooperationen in diesem Bereich.
Am Cetex Institut für Textil- und Verarbeitungsmaschinen in Chemnitz stehen Verfahrens- und Materialentwicklungen auf dem Programm, die dem Leichtbau dienen. Hier werden Technologien entwickelt, die beispielsweise zu einer deutlichen Gewichtseinsparung bei unseren Autos beiträgt; um künftig die schweren Batterien bei Elektrofahrzeugen stemmen zu können. Eine Sparte mit großer Zukunft, in der Sachsen sehr gut aufgestellt ist.
Neben den Hochschulen und Forschungseinrichtungen lag ein weiterer Fokus meiner diesjährigen Hochschul-Tour auf den Berufsakademien. So haben wir allein in Sachsen sieben dieser Einrichtungen, an denen man ein duales Studium (bestehend aus theoretischer Ausbildung an der Berufsakademie und praktischer Ausbildung in einem Unternehmen) absolvieren kann. Allerdings haben die sächsischen Standorte immer noch als einziges Bundesland in Deutschland keinen Hochschulstatus. Damit fallen sie sowohl aus den Förderprogrammen des Bundes als auch aus den Auslandsprogrammen raus. Mit der anstehenden Novelle des "Gesetzes über die Berufsakademien im Freistaat Sachsen" wird ein erster wichtiger Schritt unternommen, dem weitere folgen müssen.
In einem Punkt war ich mir mit allen Gesprächspartnern einig: Sachsen hat eine beeindruckende Forschungslandschaft. Deren Zukunft hängt aber davon ab, ob wir eine offene Willkommenskultur leben wollen. Umso mehr freue ich mich über zahlreiche Zusagen, gemeinsam für ein weltoffenes Sachsen einzustehen.

© 2013-2017 | Simone Raatz