09. Juni 2016

PRESSEMITTEILUNG

Naturwissenschaften und Technik zum Anfassen - Mit "Roberta" in der Schule spielerisch Programmieren lernen

Roberta

Mit „Roberta“ spielerisch Programmieren lernen und darüber hinaus bei Kindern und Jugendlichen, besonders auch Mädchen, Hemmschwellen gegenüber Technik und Naturwissenschaften abzubauen, ist seit 2002 das Ziel des Roberta-Programms des Frauenhofer-Instituts für Intelligente Analyse- und Informationssysteme (Frauenhofer IAIS).

Dazu veranstaltete das Frauenhofer IAIS vom 07. – 08. Juni in Radebeul Open Roberta Programmier-Workshops für sächsische SchülerInnen. Ein engagierter Informatiklehrer meines mittelsächsischen Wahlkreises nutzte die Chance und beteiligte sich mit seinem Informatik-Neigungskurs an diesem Projekt und sagt: „Die Art und Weise der Programmierung über grafische Symbole ist für die Schule sehr gut geeignet. Durch die Roboter haben die Schüler nun zusätzlich etwas in der Hand. Das Projekt verbindet Computer und reale Welt - super Sache, hohe Motivation und Lerneffekt. Ich könnte mir gut vorstellen, die Roboter im Informatikunterricht der Klasse 8 und in Arbeitsgemeinschaften einzusetzen“. Hier gilt es nun anzusetzen und das bereits in Berlin, NRW, Schleswig-Holstein und dem Saarland erfolgreich implementierte Projekt, an sächsischen Schulen bekannt zu machen und darüber hinaus auch durch das Sächsische Kultusministerium zu fördern. Die Kultusministerin, Frau Kurth, bestätigte auf meine Anfrage den Nutzen solcher praxisorientierten Projekte und verweist auch darauf, überlässt aber die Beteiligung, Umsetzung und vor allem die Finanzierung dann den Schulträgern. Die sind damit aber zum großen Teil finanziell überfordert.

„Hoffentlich ändert die von mir initiierte Vorstellung des Bildungskonzepts „Roberta“ am 02. Juni im Schulausschuss der Kultusministerkonferenz die Meinung unserer Ministerin“, so die Bundestagsabgeordnete Simone Raatz.

Gerade in Zeiten der Digitalisierung der Arbeitswelt wird es immer wichtiger, möglichst früh mit geeigneten Fördermaßnahmen die Kompetenzen unserer Kinder spielerisch zu schulen und für die Berufsorientierung auch mathematische oder technische Begabungen unserer Jungen und Mädchen rechtzeitig zu entdecken. Hier setzt das „Roberta“-Bildungsprogramm an. Roboter selbst bauen und gestalten und die Erfolge unmittelbar zu erleben, fördert bei vielen Schülerinnen und Schülern das mathematische-technische Verständnis viel tiefgreifender als klassische Lernmethoden. Dieser Ansatz wird durch Lehr- und Lernmaterialien, Schulungen von LehrerInnen, die Roberta-Box mit entsprechenden Materialien sowie weitere Maßnahmen ergänzt. Aktuell wurde „Roberta“ um eine offene Programmierplattform „Open Roberta“ erweitert, um den Kindern den intuitiven Zugang zur Programmierung zu ermöglichen.


Weitere Informationen zu Roberta:
http://roberta-home.de/
https://www.open-roberta.org/willkommen/

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